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HPV: Infos für Mädchen



Nicht nur die Impfung gegen Humane Papillomaviren (HPV) senkt das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Auch Frauen, die nicht rauchen, entwickeln seltener eine Krebserkrankung wie Gebärmutterhalskrebs. Darauf weist eine Studie des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hin.

Angst ist kein guter Ratgeber

Die HPV-Impfung schützt vor den zwei Typen des Humanen Papillomavirus, die am wahrscheinlichsten Gebärmutterhalskrebs auslösen. Seit Anfang 2007 wird die Impfung für Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren empfohlen und von der Krankenversicherung bezahlt. Impfbefürworter wie Impfgegner überbewerten bzw. dramatisieren die Impfung jedoch. Sie üben so ständig Druck auf unentschlossene Mädchen aus, sich für oder gegen die HPV-Impfung zu entscheiden.

„Angst allein ist aber ein schlechter Ratgeber“, sagt Professor Dr. med. Peter Sawicki, der Leiter des IQWiG. „Mädchen sollten sich in Ruhe über Vorteile und mögliche Risiken einer Impfung objektiv informieren – und dann eine individuelle Entscheidung treffen.“

Hohe Aufklärungsrate

Zwar weiß heute die Mehrzahl der Frauen, dass Gebärmutterhalskrebs von Viren verursacht wird, dennoch gibt es immer noch Wissenslücken. „Beispielsweise ist es wichtig, beim Geschlechtsverkehr Kondome zu benutzen. Kondome allein reichen zwar nicht aus, sind aber zum Schutz vor bestimmten HPV-Typen unverzichtbar“, sagt Sawicki.

Impfung schützt nicht zu 100 Prozent

Auch die Impfung bietet keinen 100-prozentigen Schutz vor Gebärmutterhalskrebs. Deshalb sind regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen sinnvoll, egal ob eine Frau geimpft ist oder nicht. Relativ unbekannt ist aber, dass auch Rauchen bei Gebärmutterhalskrebs eine Rolle spielt. „Wer raucht, erhöht das Risiko für Lungenkrebs, das weiß so gut wie jeder, auch Jugendliche“, sagt Sawicki. „Dass Rauchen aber auch andere Krebserkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs begünstigt, ist hingegen kaum bekannt.“


25.11.2009 | Von: gesundheit-heute.de; Judith Kaiser


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